LEGIONELLENBEPROBUNG / TRINKWASSERANALYSE

Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) wurde erstmalig in Deutschland 2001 verabschiedet und seitdem mehrfach überarbeitet. Die Trinkwasserverordnung zielt primär auf vermietete Mehrfamilienhäuser und Gewerbeimmobilien ab. Trinkwasseranlagen mussten erstmalig bis zum 31.12.2013 und danach alle 3 Jahre auf Legionellen untersucht werden. Bei neu in Betrieb genommenen Wasserversorgungsanlagen ist die Erstbeprobung seit dem 09.01.2018 innerhalb von 12 Monaten nach Inbetriebnahme durchzuführen.
 

Prüfpflichtig sind Gebäude

      mit mindestens 3 Wohneinheiten, eine davon vermietet

      mit zentraler Trinkwassererwärmung
      wenn das Volumen des Warmwasserspeichers >400 Liter ist oder der Wasserinhalt in der Rohrleitung zwischen    
      Warmwasserspeicher und Entnahmestelle >3 Liter ist


Legionellen sind Bakterien, die in Grund- und Oberflächenwasser vorkommen. Sowohl Grund- als auch Oberflächenwasser wird zu Trinkwasser aufbereitet, so dass auf diesem Weg Bakterien ins Trinkwasser gelangen. Ideale Wachstumsbedingungen für Legionellen herrschen bei Temperaturen zwischen 25°C und 55°C. Zusätzliche Wachstumsfaktoren sind geringe Wassertauschraten in sogenannten "Totstrecken" oder bei Wohnungsleerstand.

Eine direkte Gefährdung durch legionellenhaltiges Wasser besteht, wenn die Bakterien durch Aerosole (beispielsweise vernebeltes Wasser beim Duschen) in die Lunge gelangen. Hier kann es bereits ab 100 KBE/100ml (koloniebildende Einheiten) zu grippeähnlichen Erkrankungen bis hin zu schwer verlaufenden Lungenentzündungen kommen.

Ablauf der Beprobung

      Bestandsaufnahme vor Ort

      Entnahme der Wasserproben nach vorheriger Terminvereinbarung

      Analyse der Proben im akrreditierten Labor

      Ergebnismeldung an den Auftraggeber, bei positivem Befund erfolgt zusätzlich
      eine Meldung vom Labor an das zuständige Gesundheitsamt

      bei Legionellenbefall erfolgt eine Beseitigung durch thermische
      oder chemische Desinfektion


 

     

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